Heilerziehungspfleger (m/w/d), auch HEP genannt, leisten eine wertvolle Arbeit in der Betreuung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung. Ihre Tätigkeiten erstrecken sich über verschiedene Altersgruppen und Einsatzbereiche, von der Arbeit in Wohn- und Pflegeeinrichtungen bis hin zur Begleitung in Schulen und Kindertagesstätten. Ähnlich wie bei Erziehern ist der Beruf des Heilerziehungspflegers sehr bedeutend für das Wohlergehen der Menschen, die sie betreuen. Trotz ihrer enormen Leistung ist die finanzielle Anerkennung von vielen verschiedenen Faktoren abhängig und nicht alle Heilerziehungspfleger erhalten dasselbe Gehalt.
Das durchschnittliche Gehalt eines Heilerziehungspflegers liegt bei etwa 3.140 Euro brutto im Monat, was bei einer 40-Stunden-Woche einem Stundenlohn von ungefähr 18,11 Euro entspricht. Das Gehalt variiert jedoch je nach Bundesland, Tarifvertrag und Arbeitsvertrag. In der Regel profitieren HEP von einem Tarifvertrag, der zwischen dem Arbeitgeber und einer Gewerkschaft ausgehandelt wird und verbindliche Regelungen für die Vergütung festlegt. Zusätzliche Vorteile könnten sich auch aus einem individuellen Arbeitsvertrag ergeben, der ein außertarifliches Gehalt beinhaltet. Insgesamt dürfen Heilerziehungspfleger mit einem Jahresgehalt zwischen 33.800 Euro und 44.100 Euro rechnen.
Heilerziehungspfleger arbeiten hauptsächlich im öffentlichen Dienst und erhalten ihr Gehalt gemäß dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes im Bereich Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD-SuE). Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 2.931 Euro brutto im Monat und kann im Laufe der Jahre auf bis zu 3.979 € steigen. Die Bezahlung erfolgt je nach Entgeltgruppe, wobei Heilerziehungspfleger in die Gruppe S8a oder S8b fallen. In der Entgeltgruppe S8a erhalten Heilerziehungspfleger je nach Berufserfahrung ein durchschnittliches Bruttoeinkommen von 2.931 € bis 3.979 € pro Monat, während es in der S8b-Gruppe zwischen 2.996 € und 4.447 € liegt. Dies führt zu einem Gehaltsunterschied von bis zu 467 € je nach Tätigkeitsanforderungen. In den Tarifverträgen ist eine Steigerung des Gehalts durch höhere Positionen und mehr Berufserfahrung vorgesehen.
Die Entgeltgruppen S8a und S8b sind Bestandteil des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes im Bereich Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD-SuE). Diese Entgeltgruppen dienen dazu, die Gehälter von Beschäftigten in sozialen und erzieherischen Berufen zu klassifizieren und entsprechend zu vergüten.
In der Entgeltgruppe S8a sind in der Regel Tätigkeiten mit weniger anspruchsvollen Aufgaben und geringerer Verantwortung eingestuft, während in der Entgeltgruppe S8b Tätigkeiten mit höheren Anforderungen und mehr Verantwortung abgebildet sind. Die Einstufung in eine bestimmte Entgeltgruppe richtet sich nach verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Art der Tätigkeit, der Verantwortung und der Qualifikation.
Heilerziehungspfleger, die bei kirchlichen Trägern wie der Caritas, Diakonie oder dem paritätischen Wohlfahrtsverband tätig sind, werden nach den Arbeitervertragsrichtlinien (AVR) vergütet. Das Gehalt variiert je nach Entgeltgruppe und Berufserfahrung. Als Beispiel erhalten Heilerziehungspfleger bei der Diakonie in der Entgeltgruppe 7 ein monatliches Bruttogehalt von 3.433 € bis 4.046 €, was sogar etwas höher ist als bei öffentlichen Einrichtungen. Die Einstufung in die verschiedenen Entgeltgruppen legt die Höhe des Gehalts fest, wobei höhere Entgeltgruppen mit einer entsprechend höheren Bezahlung einhergehen.
In privaten Einrichtungen fällt der Verdienst von Träger zu Träger unterschiedlich aus und Heilerziehungspfleger müssen in der Regel mit einem niedrigeren Gehalt rechnen. Das liegt daran, dass private Träger nicht tarifgebunden sind und somit ihre eigenen Gehälter festlegen. Da die Vergütung individuell verhandelt wird, lässt sich keine pauschale Aussage über das Gehalt machen. In den meisten Fällen liegt das Gehalt bei privaten Trägern unter den tariflich geregelten Gehältern, allerdings bieten diese dafür oft Zusatzleistungen wie betriebliche Altersvorsorge an, um die Vergütung attraktiver zu gestalten. Es kommt auch vor, dass einige private Einrichtungen sich an Tarifverträgen orientieren, aber letztendlich hängt das Gehalt von individuellen Verhandlungen und Vereinbarungen ab.
Im öffentlichen Dienst (TVöD-SuE):
In kirchlichen Einrichtungen (AVR):
In privaten Einrichtungen:
In Hessen und Bayern liegen die Gehälter von Heilerziehungspflegern über dem bundesweiten Durchschnitt von 3.689 € brutto im Monat. In Hessen verdienen Heilerziehungspfleger durchschnittlich 3.855 € und in Bayern etwa 3.820 €. Etwas niedriger fallen die Gehälter in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern aus, wo mit ungefähr 3.300 bis 3.400 € zu rechnen ist. Beim Schlusslicht handelt es sich mit einem durchschnittlichen Gehalt von nur 3.258 € um Sachsen. Damit liegt das Bundesland etwa 300 € unter dem bundesweiten Mittel.
Das Einstiegsgehalt von Heilerziehungspflegern liegt im Durchschnitt zwischen 2.400 € und 3.100 € brutto pro Monat. Die tatsächliche Vergütung kann jedoch stark variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art der Einrichtung, ihrer Größe, dem Tarifvertrag und dem Bundesland. Durch Tarifverträge haben Heilerziehungspfleger auch die Möglichkeit, mit steigender Berufserfahrung automatisch in der Gehaltsstufe aufzusteigen und somit mehr Geld zu verdienen. Weiterbildungen und höhere Qualifikationen ermöglichen den Aufstieg in höhere Entgeltgruppen und somit eine bessere Bezahlung sowie berufliche Entwicklung im Laufe ihrer Karriere.
Bei einer praxisintegrierten Berufsausbildung in öffentlichen Einrichtungen oder bei tarifgebundenen Trägern liegt das Heilerziehungspfleger Ausbildung Gehalt Netto bei 905 € im ersten Jahr. Im zweiten Ausbildungsjahr steigt das Gehalt auf 1.252 € brutto, im dritten auf 1.353 €. Für die schulische Ausbildung an einer Fachhochschulreife wird üblicherweise keine Vergütung gezahlt. Die Auszubildenden müssen jedoch mit Ausbildungskosten wie Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren rechnen, die sie selbst tragen müssen. In einigen Fällen können die Praktikumsphasen während der Ausbildung unterschiedlich vergütet werden - dieses Geld wird vom Praktikumsbetrieb bereitgestellt.
Ja, die schulische sowie praxisintegrierte Ausbildung zum Heilerziehungspfleger kann unter bestimmten Voraussetzungen finanziell gefördert werden. Eine mögliche Förderung ist BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz). Da es sich dabei um eine staatliche Förderungsmethode handelt, hängt die Höhe der Förderung von individuellen Faktoren wie dem eigenen Einkommen, Vermögen, dem Einkommen der Eltern und der Wohnsituation ab. Um festzustellen, ob jemand anspruchsberechtigt ist und wie viel Förderung ihm zusteht, muss ein Antrag beim für die Person zuständigen Amt für Ausbildungsförderung gestellt werden.
Das Alter und die damit einhergehende Berufserfahrung spielen eine bedeutende Rolle bei der Gehaltsentwicklung von Heilerziehungspflegern. In der Regel steigt das Gehalt mit zunehmendem Alter und langjähriger Karriere. In den ersten Berufsjahren verdienen Heilerziehungspfleger im Durchschnitt etwa 3.146 €. Zwischen 25 und 54 Jahren erhöht sich das Gehalt durchschnittlich um 400 €, und ab dem Alter von 55 Jahren verdienen sie fast 4.000 €. Langjährige Berufserfahrung geht somit oft mit einem höheren Gehalt einher.
Auch im Beruf des Heilerziehungspflegers gibt es noch Gehaltsunterschiede und damit eine soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Obwohl diese im Vergleich zu anderen Berufsfeldern nicht so stark ausgeprägt ist, verdienen HEP im Laufe ihrer Karriere durchschnittlich etwa 250 € weniger als ihre männlichen Kollegen und stehen damit finanziell nicht auf derselben Stufe.
Hier sind die Mittelwerte für das Geschlecht und die Altersgruppen dargestellt:
Unter den verschiedenen medizinischen Ausbildungsberufen befinden sich Heilerziehungspfleger im mittleren Gehaltsbereich. Im Vergleich zu anderen Berufen im Gesundheitswesen verdienen sie recht gut und liegen über dem Durchschnitt mancher Fachrichtungen, denn HEP verdienen im Schnitt rund 3.689 Euro brutto pro Monat. Berufe wie Kaufleute im Gesundheitswesen, Altenpfleger und Ergotherapeuten kommen auf weniger Geld im Monat. Sogar im Vergleich zu medizinischen Fachangestellten verdienen Heilerziehungspfleger etwa 1.000 Euro mehr.
Das Gehalt von Heilerziehungspflegern im Vergleich zu anderen medizinischen Berufen im Überblick:
Heilerziehungspfleger haben verschiedene Möglichkeiten, ihr Gehalt zu erhöhen und ihre Qualifikationen zu erweitern. Eine Weiterbildung führt in den meisten Fällen zu einer Gehaltserhöhung und ermöglicht auch die Übernahme neuer Aufgaben und Verantwortungsbereiche. Eine Weiterbildung verleiht der Karriere in jedem Fall einen Aufschwung.
Unter anderem gibt es diese Weiterbildungsmöglichkeiten:
Heilerziehungspfleger verdienen durchschnittlich etwa 3.140 Euro brutto pro Monat. Im öffentlichen Dienst liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 2.931 Euro, kann aber mit Berufserfahrung auf bis zu 3.979 Euro steigen. Nach neuesten Daten gibt es auch Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern, wobei Frauen etwa 250 Euro weniger verdienen als Männer. Weiterbildungen gehen oftmals mit einer Gehaltserhöhung und der Übernahme neuer Aufgaben einher und sind daher besonders attraktiv. Im Vergleich zu anderen medizinischen Berufen verdienen HEP gut und liegen im mittleren Gehaltsbereich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Heilerziehungspfleger eine wertvolle Arbeit leisten, indem sie Menschen mit Beeinträchtigungen betreuen und unterstützen.
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