
Notfallsanitäter führen medizinische Maßnahmen der Erstversorgung durch bzw. assistieren bei der ärztlichen Notfall- und Akutversorgung. Außerdem stellen sie die Transportfähigkeit von Patienten sicher und überwachen deren medizinischen Zustand während des Transports.
Einsätze entgegennehmen
Sobald ein Einsatzauftrag in der Rettungsleitstelle bzw. der Rettungswacheeingegangen ist, fahren die Notfallsanitäter mit dem Rettungswagen so schnell wie möglich zum Einsatzort
Medizinische Erstversorgung leisten
Am Notfallort angekommen, leisten Notfallsanitäter Erste Hilfe und beurteilen den akuten Gesundheitszustand der Patienten. Sofern es notwendig ist, dass ein Notarzt zur Notstelle kommt, übernehmen die Notfallsanitäter bis zur Ankunft die Versorgung des Patienten.
Informationen sammeln
Für die richtige Versorgung ist es wichtig zu wissen, was dem Patienten fehlt. Dazu erfragen die Notfallsanitäter bei den Patienten oder Anwesenden, was vorgefallen ist und wo der Patient Schmerzen verspürt.
Patiententransporte durchführen
Sobald der Patient stabilisiert und transportfähig ist, nutzen die Notfallsanitäter Tragen, um den Patienten ins Fahrzeug zu bringen. Während der Fahrt überwachen sie die Vitalzeichen, dokumentieren diese elektronisch und übermitteln sie direkt an das Krankenhauspersonal, sodass dieses sich auf die Ankunft vorbereiten kann.
Fahrzeug und Geräte desinfizieren
Um die strengen Hygienevorschriften und damit die Gesundheit der Menschen sicherzustellen, muss nach jeder Fahrt mit dem Krankentransportwagen alles Mithilfe von Desinfektionsmitteln und Dampfreinigern gründlich gereinigt werden.
Telefondienst auf der Rettungsleitstelle übernehmen
Notfallsanitäter werden auch für den Telefondienst in der in der Rettungsleitstelle oder Rettungswache eingeteilt.
Notfallsanitäter finden Beschäftigung bei:
Notfallsanitäter/innen arbeiten in erster Linie
Die Ausbildung zum Notfallsanitäter isteine schulische Ausbildung, die deutschlandweit durch das Notfallsanitätergesetz geregelt ist. Sie dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung. Die Ausbildung findet nicht nur in speziellen Berufsfachschulen statt, sondern beinhaltet auch die praktische Ausbildung im Rettungsdienst und in verschiedenen Abteilungen des Krankenhauses.
Niemand, der nicht eine entsprechende Ausbildung vorweisen kann, darf im Bereich der medizinischen Notfallrettung professionell tätig werden. Das schließt einen klassischen Quereinstieg aus. Der Ausweg ist die Aufnahme einer berufsbegleitenden Ausbildung.
Da selbst die klassische Ausbildung in schulischer Form erfolgt, kommt für die Umschulung ausschließlich eine außerbetrieblichen Maßnahme in Betracht. Die schulische Ausbildung zum Notfallsanitäter nimmt an einer entsprechenden Berufsfachschule für gewöhnlich drei Jahre in Anspruch. Einige Anbieter ernöglichen es Umschülern die Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren, so dass die Qualifizierung auf bis zu fünf Jahre ausgedehnt werden kann. In Teilzeit kann man so neben dem Beruf und/oder der Familie umsatteln.
Neben dem schulischen Teil sind ergänzend auch praktische Zeiten vorgesehen, die in Krankenhäusern und Rettungswachen stattfinden. Am Ende der Umschulung müssen sich die Lernenden einer staatlichen Prüfung unterziehen, um den Abschluss zum staatlich annerkannten Notfallsanitäter zu erlangen.
Voraussetzungen
Umschulungen kommen im Allgemeinen ohne besondere formale Anforderungen aus. Von Gesetzes wegen erfordert die Qualifizierung als Notfallsanitäter aber mindestens die mittlere Reife. Alternativ dazu kann auch ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung den Zugang zur Notfallsanitäter-Umschulung sicherstellen.
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