
Umgangssprachlich werden Kinderpfleger/innen manches Mal - statt richtig: in der Pädagogik - fälschlicherweise im Krankenhaus verortet. Anders herum werden auch Kinderpfleger/innen mit Erzieher/innen verwechselt. Das sind aber wiederum zwei unterschiedliche Berufsbilder. Die meisten sagen auch einfach "Kindergärtnerin". Das ist bestimmt nicht abfällig gemeint, hat sich im Volksmund irgendwie durchgesetzt.
Liebe Kinderpfleger/innen! Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Außenstehende die Berufsbezeichnungen verwechseln oder falsch anwenden. Es ist einfach Unwissenheit. Erklären Sie es den Leuten ruhig kurz und freundlich, falls es mal wieder vorkommt! Das hilft beiden Seiten - für mehr Verständnis und Anerkennung.
Kommen wir zu den Aufgabengebieten und Arbeitsstätten von Kinderpfleger/innen.
Überall wo es auch Kinder gibt, also zum Beispiel in
Wichtig ist, dass die Kinderpfleger/innen ihre pädogischen Kenntnisse und Erfahrungen mit einbringen. Altersgemäßes Spielmaterial ist so wichtig für die Kinder. Dazu gehören basteln, musizieren und turnen. Sinnvolle Beschäftigung und Bewegung ist für die Kinder sehr wichtig. Die Kinderpfleger/innen sind also für Körper, Leib und Seele der Kinder da. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die gepaart mit Empathie, Kreativität, Motivation und Inspiration für die Kinder pädagogisch wertvoll ist. Für unsere Gesellschaft eine unverzichtbare Hilfe bei der Kindererziehung. Je nach dem Einsatzort kümmern sie sich um Säuglinge und Kleinkinder. Dann ist manchmal eine enge Zusammenarbeit mit Sozialpädagogischen Fachkräften und Kinderkrankenpflegekräften möglich. Aber auch ältere Kinder und Jugendliche können von Kinderpfleger/innen betreut werden. Hilfe bei der Körperpflege der Kinder und Versorgung kranker Kinder gehören dazu. Auch wieder abhängig vom Einsatzort kümmern sie sich um die Verpflegung der Kinder. Das "Drumherum", das mit der Kinderbetreuung in Zusammenhang steht, wird nicht ausgeklammert. Das kann auch mal in die Richtung "Hauswirtschaft" gehen, zum Beispiel die Sauberkeit (Wäschepflege) betreffen.
Geschicklichkeit, wenn es um Bastelarbeiten geht. Hohes Verantwortungsbewusstsein beim Beaufsichtigen der spielenden Kinder. Ein offenes Ohr für Kindersorgen und -probleme. Sorgfalt, wenn es um die Pflege und Hygiene geht. Belastbarkeit, wenn es mal lauter und wilder wird - sowohl psychisch als auch körperlich. Lieblingsfächer in der Schule könnten Kunst/Werken/Technik, Musik und Biologie (Flora und Fauna erklären) sowie Sport (eher Richtung Gymnastik/Rhythmik) gewesen sein. Mit Hingabe für die Aufgaben und Passion beim Umgang mit Kindern - die Kinderpfleger/innen haben ihre Bestimmung gefunden, arbeiten gern in ihrem Job.
Man macht eine Ausbildung an einer Berufsfachschule oder einem Berufskolleg sowie im Praktikumsbetrieb. Die Ausbildung dauert 2-3 Jahre, das ist abhängig vom Bundesland. An öffentlichen Schulen ist die Ausbildung in der Regel kostenfrei (außer den Prüfungsgebühren). Private Schulen erheben Lehrgangsgebühren. Unter bestimmten Bedingungen ist eine Förderung mit BAföG möglich. Je nach Bundesland wird für die Ausbildung ein (erweiteter) Hauptschulabschluss - in Verbindung mit Vorkenntnissen (Sozialpflege/Hauswirtschaft) - oder ein mittlerer Bildungsabschluss benötigt. Auch weitere Voraussetzungen unterscheiden sich nach Bundesland: Man braucht ein Gesundheitszeugnis/Attest über die gesundheitliche Eingung. Ein erweitertes Führungszeugnis kann auch verlangt werden und ein Nachweis über eine Praktikumsstelle. Bitte erkundigen Sie sich, was genau für Sie zutrifft. Eine erste Anlaufstelle ist die Bundesagentur für Arbeit. Eine Umschulung ist auch denkbar. Eine empfehlenswerte Webseite dazu: Ratgeber Umschulung.
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